Heute wollen wir eine Auffangstation für Elefanten besuchen. In Thailand gibt es ca. 3400 Elefanten in Gefangenschaft und ca. 3600 frei lebenden Elefanten. Das "Samui Elefant Home" ist ein "Caring and Education Center", also eine Pflegesation für Elefanten, denen es in Gefangenschaft sehr schlecht ging, und möchte den Menschen Wissen über die Elefanten näherbringen.
Wir bekommen zunächst eine Einführung darüber, warum die Elefanten hier in der Station sind. Manche waren Zirkuselefanten, einer hatte auf dem Popo 2 Sterne als Brandmale eingebrannt.
Eine Elefantendame, die "Oma", ist 58 Jahre alt und hat als Arbeitselefant Baumstämme aus dem Dschungel getragen.
Sie war hier nicht dabei, sondern war irgendwo im Dschungel auf dem 14 Hektar großen Gelände unterwegs.
Sie braucht viel Ruhe, da sie viele Jahre so schwer gearbeitet hat dass sie mit 58 Jahren schon im Stehen schläft, weil sie nicht mehr auf den Boden und wieder hoch kommt. Das machen Elefanten sonst erst die letzten Jahre vor ihrem Tod. Elefanten werden unter natürlichen Bedingungen 80-90 Jahre alt.
Wir erfahren sehr viel darüber, was Elefanten fressen und was für sie gut ist.
200-300 kg Blätter, Gras, Bambus, Wurzeln und Rinde frisst ein ausgewachsener Elefant am Tag und trinkt 200 Liter Wasser.
Natürlich mögen sie auch sehr gern Leckereien wie Bananen und benötigen zusätzlich Spurenelemente.
Dafür sind wir hier. Wir werden den Elefanten Engeryballs zubereiten aus Gras, Bananen, Kürbis, Tamarinde und Meersalz.
Zum Schluss wird das Ganze noch zu einem Ball geformt und mit Bananenschake dekoriert😀
Ganz schöne Matscherei. Vor allem mit langen Fingernägeln... und klebrig!
Nun dürfen wir ganz nahe an die Elefanten heran. Die Frau erklärt uns, dass die Elefanten, wenn sie hier ankommen, oft sehr traumatisiert sind und viele schlechte Erfahrungen mit Menschen gemacht haben. Sie wurden geschlagen und zu harter Arbeit gezwungen unter sehr schlechten Bedingungen.
Wir nähern uns vorsichtig, um die Elefanten nicht zu erschrecken, denn sie sagt - ähnlich wie Menschen, die traumatisiert auch - braucht es viele positive Erfahrungen mit Menschen, damit die Elefanten wieder vertrauen und es ihnen wieder besser geht.
Sie holen die kleinen Energyballs so schnell aus unserer Hand, dass ich gar nicht so schnell fotografieren kann😀. Und noch schneller sind die in dem riesigen Mund verschwunden
Wir dürfen alle mal.
Ein Elefant ist erst seit kurzem in der Auffangstation. Er ist noch sehr ängstlich. Ihn sollte man nur füttern, nicht streicheln, erklärt mir der Pfleger.
Die Kinder sind im Glück.
Es ist auch wirklich toll, diesem riesigen Tieren so nahe kommen zu dürfen. Ich dachte gar nicht, dass sie so stachelig sind. Die Haare am Rüssel sind ganz hart und pieksen.
Noch eine Familienfoto
Kurz danach wird Leopold vom Elefanten auf seiner Seite rübergeschoben, vermutlich weil er zum Futter will
Wir sind sehr froh darüber, dass hier in Thailand auch langsam ein Bewusstsein heranwächst für Tierwohl und nachhaltigen Tourismus. Es ist noch gar nicht so lange her, da mussten Elefanten als Attraktionen Touristen durch die Gegend tragen, oft bis zu 6 Stunden am Tag. Sie sind zwar stark, aber dafür einfach nicht gemacht.
Bis zu 1 Mio. Baht bezahlt die Organisation, um Elefanten aus der Gefangenschaft frei zu kaufen. Mit dem Besuch hier, versichert uns die Dame, unterstützen wir das Projekt. Sie sagt, sie ist hier, weil sie genau hier sein will, um dafür zu kämpfen, den Elefanten ein besseres Leben zu ermöglichen.
Die Fantis gehen nun wieder zurück in den Dschungel. Genug Trubel für heute. Hier sieht man auch die Brandmale auf dem Hintern.
Das war für uns alle einen so tolle Erfahrung, vor allem zu spüren, dass die Menschen, die hier arbeiten, sich wirklich für das Wohl der Tiere einsetzen. Klar nutzen sie die Touristen dafür, Geld zu verdienen. Doch wir hatten das Gefühl, hier ist unser Geld, das wir bezahlt haben, sehr gut angelegt.
Es geht zurück.
Steffen ist der Fahrer!
Spaß, hier ist Linksverkehr.😀
Wir lassen uns an einem kleinen Straßenrestaurant absetzen, dass immer sehr gut besucht scheint.
Und wir werden nicht enttäuscht. Sehr freundliche Menschen. Wir saßen noch gar nicht richtig, da hatten wir bereits Gläser mit Eis und Wasser vor uns und Melone.
Das Essen war das leckerste, das ich bisher in Thailand gegessen hab. Und endlich mal viel Gemüse und kein Fleisch! Und unschlagbar günstig: die Portion kostet 3,20 Euro.
Vegan war hier gar kein Thema.
Und noch etwas, das in Thailand großartig ist: überall ist sehr gutes Netz, fast immer 4G. Und im jeder Ecke gibt es freies WLAN, so auch hier:
Sehr zufrieden starten in Richtung Strand, um nach Hause zu kommen. Dabei kommen wir natürlich an allerlei interessanten Dingen vorbei.
Tankstelle.
In den Flaschen ist Bezin.
Hier ein prächtiges Tor, dahinter: nichts bis zum Strand. Ein Baugrundstück in erster Reihe, das zum Verkauf steht.
Für Ausländer ist es in Thailand grundsätzlich nicht möglich, Grundbesitz zu erwerben, außer man investiert sehr viel Geld.
Und da ist er wieder, der Traumstrand!
Kaum Menschen, dafür ein paar Hunde, die uns verfolgen.
Hier gehts jetzt gerade richtig ab, ob aus Freude oder ob es doch ein Revierkampf ist, können wir nicht genau ausmachen.
Das sind die bisher gefährlichsten Tiere, die wir auf unserer Reise gesehen haben 😀! Zum Glück!
Am Haus wartet eine Gottesanbeterin auf uns. Leider nicht so gut zu erkennen.
Heute können wir von unserer Terrasse aus endlich mal dem Sonnenuntergang und das besondere Licht beobachten.
Steffen und ich machen uns nochmal auf den Weg zu einer Strandbar, die wir heute entdeckt haben. Die jungen Leute gehen nach Chaweng um bisschen zu shoppen. Außer Ludi, der ist immer noch krank, hat Schnupfem und Halsweh und liegt auf dem Sofa.
Gehört zu einer Hotelanlage und ist doch ganz schön teuer.
Aber ein paar kleine Getränke nehmen wir. Und: ab jetzt haben wir einen Freund😀
Der Straßenhund von heute Nachmittag hat uns offenbar als seine neuen Freunde auserkoren. Er legt sich zu uns, direkt unter meinen Sitz.
Und er begleitet uns den ganzen Weg am Strand nach Hause. Durch den kleinen Dschungel zu unserem Haus hoch bin ich gar nicht böse... Hunde vertreiben Schlangen...
Das ist jetzt bisschen traurig: er sitzt vor unserem Haus und wartet auf uns...
✨️Gute Nacht, kleiner Hund!✨️
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Rebecca (Sonntag, 22 Februar 2026 08:37)
Das war ja wieder voll interessant mit der Elefanten Station.
Gute Nacht kleiner Hund und mal sehen, ob er morgen wieder bei euch ist.
dana (Sonntag, 22 Februar 2026 09:36)
Ein so schönes Erlebnis mit den Elefanten!!! Das hat uns auch nachhaltig beeindruckt, so nah diesen großen, sanften Tieren zu kommen. Einer hatte mich mit seinem zarten, weichen Rüssel auf die Wange geküsst �. Ihr durften selbst Futter matschen, toll �
Und das Benzin gab es auch bei uns schon in Flaschen �
Marion (Sonntag, 22 Februar 2026 10:53)
Vielen Dank für den tollen Bericht über die Elefanten. Sehr gut, dass es sowas gibt!
Dana (Sonntag, 22 Februar 2026 11:22)
Noch ein Nachtrag: ich freue mich, dass ihr endlich was Tolles zum Essen gefunden habt �
Mutti (Sonntag, 22 Februar 2026 11:24)
Wieder so ein schönes Erlebnis für euch!
Wo sind denn Ludwig und Franzi? Oder mussten die Beiden schon wieder zurück?
Margitta und Uli (Sonntag, 22 Februar 2026 17:00)
Ein sehr schönes Erlebnis mit den Elefanten, du schreibst alles so schön, man ist voll mit dabei, liebe Grüße von Margitta und Uli